12.04.2006 - "New Management Theory - Forum" eröffnet |
Als nächsten Schritt habe ich ein Forum zur Entwiclklung der neuen Theorie erstellt.
New Management Theory - Forum
Sobald dort spannende Ideen entstehen, werde ich sie bei diesem Blog
einstellen, so dass hier nur ausgewählte Bausteine erscheinen werden.
Wer also das ganze Bild sehen will, sollte sich dort umschauen.
Gruß
Toreon
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10.04.2006 - New Management Theory |
Ich bin Betriebswirt und arbeite im Performance Management eines großen Konzerns.
Nun ist es mein Eindruck, dass der weit überwiegende Teil der Akteure in den Wirtschaftswissenschaften und den Unternehmen parallel auf jeweils unterschiedlichen Pfaden am Ziel vorbeiläuft.
Als Ziel betrachte ich es, allgemeingültige Regeln zu identifizieren
und durch diese Handelungsempfehlung abzuleiten, anhand derer "gutes"
Management ermöglicht wird. Dass es grundlätzlich generische Regeln
gibt, die ohne weitere Annahmen gültig sind, ist eine wesentliche
Annahme, auf der eine solche Theorie meiner Meinung nach fußen muss.
In einer extrem verkürzten Fassung, würde ich das (aktuelle) Dilemma von Wissenschaft und Praxis wie folgt beschreiben:
Unternehmen haben das grundsätzliche Problem, dass:
- kurzfristig verfügbare Lösungen für jedes gegebene Problem tendenziell bevorzugt werden (Standard-Priorisierung)
- Konflike und organisationale Widerstände wenn irgend möglich vermieden werden sollen (Anreize)
- sich
selbständig im Unternehmen bildende Strukturen die Zielerreichung durch
Immunisierung von Unvollkommenheiten effektiv be- bzw. verhindern
(Argyris: Modell 1 und singel-loop-learning)
Dies
führt dazu, das die Weiterenticklung, vor allem auch im zentralen und
politisch kritischsten Bereich der Unternehmensführung und -steuerung,
auf einer relativ oberflächlichen Ebene erfolgt (Symptombehandlung),
anstatt die wesentlichen Ursachen für unerwünschte Effekte im
Unternehmen zu beheben.
Die Wirtschaftswissenschaften haben das fundamentale Problem, als
Grundannahme eine "komplexe Welt" zu unterstellen und sich damit von
den Naturwissenschaften und deren Grundannahme einer "einfachen Welt"
wesentlich zu unterscheiden.
Während also die Naturwissenschaften
nach der Einfachheit und somit der Unified Theory - der Weltformel
streben, forschen Wirtschaftswissenschaftler an immer komplexeren
Modellen, um die erwartete komplexe Umwelt zu beschreiben.
Da somit nahezu alle Modelle der WiWi aus meiner Sicht auf einer
falschen Annahme beruhen, können sie zwar in sich brilliant sein, aber
wohl nie ihr Ziel erreichen. Alleine wenn der Fortschritt in den Naturwissenschaften
mit dem in den WiWi verglichen wird, sollte dies stutzig machen. Da es
wohl niemandem leicht fällt, etwas in dem viel Arbeit steckt
loszulassen, verwundert es auch nicht, dass Wirtschaftswissenschaftler
nicht wirklich bereit sind, über Jahrhunderte entwickelte (und in sich
geniale) Erkenntnisse zu verwerfen. Im gewissen Maße werden
Wirtschaftswissenschaftler somit zu "Messies".
Wenn ich damit Recht habe, dann sollte nicht einfach an einer
beliebigen Stelle innerhalb der aktuellen Theorien auf diesen Pfad
umgeschwenkt werden, sondern ich halte es für viel
erfolgsversprechender auf Basis dieser veränderten Grundannahme eine
neue Management Theorie aufzustellen, aus deren Grundregeln sich die
Handlungsanweisungen für Manager ableiten lassen. Deshalb der
(hoffentlich) wohlklingende Titel "New Management Theory".
Ziel dieses Blog´s ist es, Gleichgesinnte zu ermutigen sich
einzubringen und an dieser Stelle einzelne Module für eine solche
Theorie zu arbeiten.
Mit der Hoffnung auf rege Diskussionen und bahnbrechende Erkenntnisse
Toreon
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Über mich
Die Suche nach einer weitestgehend generischen Management Theorie.
Also einer Theorie zur Führung und Unternehmenssteuerung, bei der sich aus wenigen Grundsätzen und Regeln, die wesentlichen Handlungsoptionen und optimalen Vorgehensweisen herleiten bzw. ableiten lassen.
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